Radionuklidschmerztherapie

Verfahren

 

Vorgespräch zwischen Arzt und Patient vor einer Radionuklidtherapie

Vorgespräch RNT


Skelettszintigramm

Skelettszintigramm

Die Radionuklidschmerztherapie ist eine nuklearmedizinische Therapie, es erfolgt eine Injektion von radioaktiven Substanzen. Die abgegebene Strahlung (Betastrahlung) hat nur eine geringe Reichweite im Gewebe, entfaltet aber eine hohe lokale Wirkung unter Schonung des umgebenden Gewebes.

Bei einer Reihe von bösartigen Tumoren (z. B. Prostatakarzinom, Mammakarzinom) entstehen Tochtergeschwülste im Knochen. Hierdurch bedingte Schmerzen führen in vielen Fällen zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität der Patienten. Wenn die Schmerzen durch Medikamente nicht ausreichend unterdrückt werden können, bietet die Behandlung mit radioaktiven Stoffen eine wertvolle Ergänzung im interdisziplinären Behandlungskonzept neben Chemotherapie, chirurgischen und strahlentherapeutischen Methoden.

Dieses Therapieverfahren erfolgt ambulant, sodass Sie nach der Behandlung nach Hause gehen können.

 

 

 

 

 

Vorbereitung

 

Voraussetzungen für die Radionuklidschmerztherapie sind eine gute Speicherung der Knochenmetastasen im Skelettszintigramm und eine ausreichende Knochenmarkfunktion. Deshalb müssen vor der Therapie eine Skelettszintigraphie sowie eine Blutbilduntersuchung durchgeführt werden.

Zur Therapieplanung benötigt der Nuklearmediziner die Berichte über vorausgegangene Behandlungen und Untersuchungen sowie Ihre aktuelle Schmerzmedikation.

Durchführung

 

Das schwach radioaktive Medikament (Radiopharmakon) wird in eine Vene am Arm gespritzt. Eine Wiederholung der Radionuklidtherapie ist in Abhängigkeit vom Blutbild möglich.