Radiosynoviorthese

Verfahren

  

Radiosynoviorthese

Gelenkpunktion

Diese Behandlung ist eine nuklearmedizinische Therapie, es erfolgt eine Injektion von radioaktiven Substanzen. Die abgegebene Strahlung (Beta-Strahlung) hat nur eine geringe Reichweite im Gewebe, entfaltet aber eine hohe lokale Wirkung unter Schonung des umgebenden Gewebes.

Die Radiosynoviorthese findet Anwendung bei chronisch-entzündlichen Gelenkerkrankungen, hierzu zählen rheumatische Erkrankungen und aktivierte Arthrosen. Sie kann neben medikamentöser Behandlung und lokalen Kortisoninjektionen zur weiteren Behandlung eingesetzt werden.

Dieses Therapieverfahren erfolgt ambulant, sodass Sie nach der Behandlung nach Hause gehen können.

Da alle nuklearmedizinischen Verfahren mit einer – wenn auch nur geringen – Strahlenbelastung verbunden sind, dürfen sie nur durchgeführt werden, wenn keine Schwangerschaft vorliegt. 

 

 

 

 

 

Vorbereitung

 

Zur Beurteilung der Indikation werden ein aktuelles Röntgenbild des zu behandelnden Gelenkes, eine Skelettszintigraphie in Zwei-Phasen-Technik und ggf. eine Ultraschalluntersuchung benötigt. Sind die Untersuchungsergebnisse nicht vorhanden, führt unsere Praxis diese im Vorfeld durch.

Den genauen Ablauf der Radiosynoviorthese erläutert Ihnen der behandelnde Arzt in einem persönlichen Gespräch. Zu diesem Gespräch bringen Sie bitte Ihre aktuellen Gerinnungswerte (Quick, PTT, Thrombozyten) mit.

Durchführung

 

Für die Behandlung nehmen Sie bequem in Rückenlage auf der Untersuchungsliege Platz.

Unter keimfreien Bedingungen führt der Arzt anschließend unter Röntgen-Sichtkontrolle (Durchleuchtung) eine dünne Kanüle in das Gelenk ein. Die Prozedur ist in der Regel schmerzarm. Nach Gabe des Radiopharmakons und eines Kortisonpräparates in das Gelenk werden ggf. Verteilungsszintigramme angefertigt. Danach können Sie unsere Praxis verlassen.

Im Nachgang der Behandlung ist eine zwei- bis dreitägige strikte Ruhephase erforderlich. Danach muss das Gelenk für etwa eine Woche geschont werden.

Die Therapie kann in Abhängigkeit vom Ausmaß der Schmerzlinderung ein- bis zweimal wiederholt werden.