MRT Wirbelsäule

Verfahren

 

Arzt während MRT-Befundung

MRT Befundung

MRT Wirbelsäule gesamt sagital

MRT Wirbelsäule

Die Magnetresonanztomographie (MRT), auch Kernspintomographie (KST) genannt, arbeitet im Gegensatz zur Computertomographie und zum Röntgen mit starken Magnetfeldern und Radiowellen. Somit ist diese Untersuchung nicht mit einer Strahlenbelastung verbunden. Durch das Magnetfeld und die Radiowellen werden in Ihrem Körper Signale von Atomkernen erzeugt und von hochsensiblen Antennen gemessen, ohne dass Sie davon etwas spüren. Ein Computer verarbeitet diese Signale zu Schnittbildern, die von unseren Radiologen ausgewertet werden.

Verschiedene Weichteilgewebe wie Organe, das Gehirn, aber auch Bandscheibengewebe und Gelenkstrukturen sind mit diesem Verfahren besonders gut darstellbar. Spezielle Untersuchungen sind die Diagnostik von Gefäßen, Herz sowie die Brustdiagnostik bei der Frau.

Eine MRT-Untersuchung ist nicht möglich bei Patienten mit Herzschrittmacher/Defibrillator, magnetisch haftenden Zahnimplantaten, Biostimulatoren und Cochlear-Implantaten. Patientinnen dürfen während der Schwangerschaft nur unter strenger Indikationsstellung, d.h. bei unbedingter Notwendigkeit eines MRT, untersucht werden. Bitte sprechen Sie uns diesbezüglich an.

Vorbereitung

 

Vorbereitung zu Hause

Vor einer MRT-Untersuchung der Wirbelsäule (MRT HWS, MRT BWS oder MRT LWS) sollten Sie zwei Stunden lang nichts essen.

Mitzubringen sind:

  • ein Handtuch
  • ein Oberteil (T-Shirt) ohne Metallteile, z.B. Applikationen
  • ggf. bereits vorhandene Untersuchungsergebnisse (Bildgebung, klinische Untersuchungen, OP- oder Entlassungsberichte, Laborwerte)

Kontrastmittel

Je nach Fragestellung ist gegebenenfalls die Gabe eines Kontrastmittels erforderlich, so können wichtige Zusatzinformationen für die Diagnose erlangt werden. Die verwendeten Kontrastmittel sind sehr gut verträglich und werden innerhalb von 24 Stunden wieder aus dem Körper ausgeschieden. Allergische Reaktionen treten sehr selten auf.

Ist bei Ihnen eine Nierenfunktionsstörung bekannt, benötigen wir für eine mögliche Kontrastmittelgabe den Blutwert Kreatinin. Wurde dieser bereits bestimmt, bringen Sie das Ergebnis bitte mit.

Platzangst

Wenn Sie an Klaustrophobie (umgangssprachlich: Platzangst) leiden, weisen Sie uns bitte darauf hin.

Es ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich, Ihnen ein Beruhigungsmittel zu verabreichen.

Durchführung

 

Vor der MRT-Untersuchung müssen Sie alle beweglichen Metallteile an Körper und Kleidung ablegen, da Sie in einem starken Magnetfeld untersucht werden. Nach frisch gestochenen Tattoos oder Permanent-Make-up kann eine MRT-Untersuchung erst nach 6 Wochen durchgeführt werden, um eventuellen Hautverletzungen vorzubeugen (siehe auch Häufige Fragen).

Sie werden bequem in Rückenlage auf dem Untersuchungstisch gelagert und erhalten einen venösen Zugang in eine Armvene für die Gabe von Kontrastmittel. Das für die Aufnahme der Signale aus der Untersuchungsregion erforderliche Messelement wird am Untersuchungstisch angebracht.

Sie werden anschließend automatisch mit der Patientenliege zum Ort der Datenaufnahme in den Magnetresonanztomographen gebracht. Dieser hat einen Durchmesser von ca. 70 cm. Am Gerät selbst wird nichts verschlossen, es ist in Kopf- und Fußrichtung offen. Zum Schutz vor den sehr lauten Klopfgeräuschen, die Sie während der Untersuchung hören werden, erhalten Sie einen Schallschutzkopfhörer.

Während der Untersuchung ist es besonders wichtig, absolut ruhig zu liegen. Selbst kleinste Bewegungen (z.B. starkes Schlucken, Husten o.ä.) sind ausreichend, um Messergebnisse nicht auswerten zu können. Bitte folgen Sie den Anweisungen genau, da diese für die Bildqualität von großer Bedeutung sind.

Sollten Sie während der Untersuchung starke Angstzustände (z.B. Platzangst) bekommen oder falls andere unvorhergesehene Ereignisse eintreten, können Sie das Personal jederzeit über einen Klingelball informieren. Diesen halten Sie während der gesamten Untersuchung in der Hand.

Nach etwa 20 Minuten ist die Untersuchung beendet. Meist können Sie unsere Praxis dann gleich wieder verlassen.

Ein detaillierter Bericht mit den Untersuchungsergebnissen wird Ihrem überweisenden Arzt zugestellt. Dieser erreicht Ihren Arzt meist innerhalb von einer Woche, bei medizinischer Notwendigkeit auch kurzfristig am selben oder darauf folgenden Tag.