Hirn-Perfusionsszintigraphie

Verfahren

 

MTRA überwacht den Ablauf einer Szintigraphie

Überwachung der Szintigraphie durch MTRA

Nuklearmedizin allgemein

Bei nuklearmedizinischen Untersuchungen (Szintigraphien) setzt man schwach radioaktiv markierte Medikamente (Radiopharmaka) zur Diagnostik von Erkrankungen ein.

Die radioaktive Testsubstanz wird in eine Armvene gespritzt. Sie verteilt sich über das Blutsystem im Körper und reichert sich entsprechend ihrer Zusammensetzung im Zielorgan (Hirn) an. Die abgegebene Strahlung (Gammastrahlung) hat eine geringe Energie, jedoch eine große Reichweite. So kann sie außerhalb des Körpers mit einem speziellen Gerät (Gammakamera) als Bild oder Bildserie sichtbar gemacht werden.

Die meisten Szintigraphien führen zu einer Strahlenbelastung, die in der Größenordnung der jährlichen natürlichen Strahlenexposition liegt. Da alle nuklearmedizinischen Verfahren mit einer solchen – wenn auch nur geringen – Strahlenbelastung verbunden sind, dürfen sie nur durchgeführt werden, wenn keine Schwangerschaft vorliegt.

Hirnperfusionsszintigraphie

Mit Hilfe der Hirnperfusionszintigraphie können die Durchblutung des Gehirns und die Relevanz von nachgewiesenen Verengungen der Halsschlagadern beurteilt werden.

 

Vorbereitung

 

Mitzubringen sind:

  • ggf. bereits vorhandene Untersuchungsergebnisse (Bildgebung, klinische Untersuchungen, OP- oder Entlassungsberichte, Laborwerte)
  • Einnahmeschema Ihrer aktuellen Medikamente (Name der Präparate und Dosierung)
  • ein Handtuch

Durchführung

 

Im Vorfeld der Untersuchung werden Angaben zur medizinischen Vorgeschichte Ihrer Erkrankung und der aktuellen Symptomatik abgefragt. Auch wird durch den Arzt geprüft, ob eine rechtfertigende Indikation für die Untersuchung vorliegt, d.h. ob eine Hirn-Perfusionszintigraphie medizinisch sinnvoll und notwendig ist.

Das schwach radioaktive Medikament (Radiopharmakon) wird in eine Vene am Arm gespritzt. Die Untersuchung erfolgt etwa 30 Minuten nach Injektion in den Körper.

Für die Szintigraphie liegen Sie bequem – meist in Rückenlage – auf dem Untersuchungstisch. Das Aufnahmesystem (Gammakamera) bewegt sich langsam um Ihren Kopf herum, berührt Sie dabei jedoch nicht. Soll bei Ihnen die Wirksamkeit von Halsgefäßverengungen untersucht werden, so ist eine Kurzinfusion mit einem gefäßerweiternden Medikament erforderlich.

Die Aufnahmezeit beträgt etwa 20 Minuten. Meist können Sie unsere Praxis bereits nach der Untersuchung wieder verlassen.

Ein detaillierter Bericht mit den Untersuchungsergebnissen wird Ihrem überweisenden Arzt zugestellt. Dieser erreicht Ihren Arzt meist innerhalb von einer Woche, bei medizinischer Notwendigkeit auch kurzfristig am selben oder darauf folgenden Tag.