Leberfunktionsszintigraphie

Verfahren

 

MTRA überwacht den Ablauf einer Szintigraphie

Überwachung der Szintigraphie durch MTRA

Szintigramm einer Leberfunktionsszintigraphie

Leberfunktionsszintigraphie

Nuklearmedizin allgemein

Bei nuklearmedizinischen Untersuchungen (Szintigraphien) setzt man schwach radioaktiv markierte Medikamente (Radiopharmaka) zur Diagnostik von Erkrankungen ein.

Die radioaktive Testsubstanz wird in eine Armvene gespritzt. Sie verteilt sich über das Blutsystem im Körper und reichert sich entsprechend ihrer Zusammensetzung im Zielorgan (Leber) an. Die abgegebene Strahlung (Gammastrahlung) hat eine geringe Energie, jedoch eine große Reichweite. So kann sie außerhalb des Körpers mit einem speziellen Gerät (Gammakamera) als Bild oder Bildserie sichtbar gemacht werden.

Die meisten Szintigraphien führen zu einer Strahlenbelastung, die in der Größenordnung der jährlichen natürlichen Strahlenexposition liegt. Da alle nuklearmedizinischen Verfahren mit einer solchen – wenn auch nur geringen – Strahlenbelastung verbunden sind, dürfen sie nur durchgeführt werden, wenn keine Schwangerschaft vorliegt.

Leberfunktionsszintigraphie

Mit Hilfe der Leberfunktionsszintigraphie können Leber- bzw. Gallenwegsfunktion nach einer Gallenblasen-OP sowie gutartige Lebertumore beurteilt werden.

 

Vorbereitung

 

Vorbereitung zu Hause

Die Untersuchung wird morgens durchgeführt, bitte kommen Sie nüchtern. Ihre Medikamente können Sie wie gewohnt einnehmen.

Mitzubringen sind:

  • ggf. bereits vorhandene Untersuchungsergebnisse (Bildgebung, klinische Untersuchungen, OP- oder Entlassungsberichte, Laborwerte)
  • ein Handtuch
  • ein kleines Frühstück

Durchführung

 

Im Vorfeld der Untersuchung werden Angaben zur medizinischen Vorgeschichte Ihrer Erkrankung und der aktuellen Symptomatik abgefragt. Auch wird durch den Arzt geprüft, ob eine rechtfertigende Indikation für die Untersuchung vorliegt, d.h. ob eine Leberfunktionsszintigraphie medizinisch sinnvoll und notwendig ist.

Das schwach radioaktive Medikament (Radiopharmakon) wird in eine Vene am Arm gespritzt. Es werden unmittelbar im Anschluss Aufnahmen angefertigt, ggf. auch Spätaufnahmen bis drei Stunden nach der Injektion.

Für die Untersuchung liegen Sie bequem – meist in Rückenlage – auf dem Untersuchungstisch. Das Aufnahmesystem (Gammakamera) wird über Ihrem Körper positioniert, berührt Sie dabei jedoch nicht. Bitte folgen Sie den Anweisungen genau, da diese für die Bildqualität von großer Bedeutung sind.

Die Aufnahmezeit beträgt etwa 30 Minuten. Meist können Sie unsere Praxis bereits nach der Untersuchung wieder verlassen.

Ein detaillierter Bericht mit den Untersuchungsergebnissen wird Ihrem überweisenden Arzt zugestellt. Dieser erreicht Ihren Arzt meist innerhalb von einer Woche, bei medizinischer Notwendigkeit auch kurzfristig am selben oder darauf folgenden Tag.