Lungenperfusions- und -ventilationszintigraphie

Verfahren

 

MTRA überwacht den Ablauf einer Szintigraphie

Überwachung der Szintigraphie durch MTRA

Szintigramm nach einer Lungenventilations- und -perfusionsszintigraphie

Szintigramm Lungenventilation / -perfusion

Nuklearmedizin allgemein

Bei nuklearmedizinischen Untersuchungen (Szintigraphien) setzt man schwach radioaktiv markierte Medikamente (Radiopharmaka) zur Diagnostik von Erkrankungen ein.

Die radioaktive Testsubstanz wird in eine Armvene gespritzt. Sie verteilt sich über das Blutsystem im Körper und reichert sich entsprechend ihrer Zusammensetzung im Zielorgan (Lunge) an. Die abgegebene Strahlung (Gammastrahlung) hat eine geringe Energie, jedoch eine große Reichweite. So kann sie außerhalb des Körpers mit einem speziellen Gerät (Gammakamera) als Bild oder Bildserie sichtbar gemacht werden.

Die meisten Szintigraphien führen zu einer Strahlenbelastung, die in der Größenordnung der jährlichen natürlichen Strahlenexposition liegt. Da alle nuklearmedizinischen Verfahren mit einer solchen – wenn auch nur geringen – Strahlenbelastung verbunden sind, dürfen sie nur durchgeführt werden, wenn keine Schwangerschaft vorliegt.

Lungenperfusions- und -ventilationsszintigraphie

Mit der Lungenperfusions- und -ventilationsszintigraphie können Lungenembolien diagnostiziert und die regionale Lungenfunktion beurteilt werden. Eine Lungenperfusionsszintigraphie kann nicht durchgeführt werden bei einer Eiweißunverträglichkeit.

 

Vorbereitung

 

Mitzubringen sind:

  • ggf. bereits vorhandene Untersuchungsergebnisse (Bildgebung, klinische Untersuchungen, OP- oder Entlassungsberichte, Laborwerte)
  • ein Handtuch

Falls Sie Asthmatiker sind, bringen Sie bitte Ihre Asthma-Medikamente (Bronchodilatatoren) zur Untersuchung mit.

 

Durchführung

 

Im Vorfeld der Untersuchung werden Angaben zur medizinischen Vorgeschichte Ihrer Erkrankung und der aktuellen Symptomatik abgefragt. Auch wird durch den Arzt geprüft, ob eine rechtfertigende Indikation für die Untersuchung vorliegt, d.h. ob eine Lungenperfusions- u. -ventilationsszintigraphie medizinisch sinnvoll und notwendig ist.

Sie erhalten zunächst ein schwach radioaktives Medikament (Radiopharmakon), das der Luft beigemischt wurde, die Sie über ein spezielles Gerät mit Schlauchsystem einatmen. Direkt im Anschluss erfolgen die ersten Aufnahmen.

Für die Untersuchung liegen Sie bequem – meist in Rückenlage – auf dem Untersuchungstisch. Das Aufnahmesystem (Gammakamera) bewegt sich langsam um Ihren Körper herum, berührt Sie dabei jedoch nicht. Bitte folgen Sie den Anweisungen genau, da diese für die Bildqualität von großer Bedeutung sind.

Die Aufnahmezeit beträgt etwa 20 Minuten.

Im darauf folgenden zweiten Untersuchungsdurchgang wird Ihnen zusätzlich ein Radiopharmakon in eine Vene injiziert, um die Lungendurchblutung zu beurteilen.

Der zweite Teil der Untersuchung verläuft ähnlich wie der erste und dauert ebenfalls etwa 20 Minuten. Meist können Sie unsere Praxis bereits nach der Untersuchung wieder verlassen.

Ein detaillierter Bericht mit den Untersuchungsergebnissen wird Ihrem überweisenden Arzt zugestellt. Dieser erreicht Ihren Arzt meist innerhalb von einer Woche, bei medizinischer Notwendigkeit auch kurzfristig am selben oder darauf folgenden Tag.