123J-MIBG-Szintigraphie

Verfahren

 

MTRA überwacht den Ablauf einer Szintigraphie

Überwachung der Szintigraphie durch MTRA

Nuklearmedizin allgemein

Bei nuklearmedizinischen Untersuchungen (Szintigraphien) setzt man schwach radioaktiv markierte Medikamente (Radiopharmaka) zur Diagnostik von Erkrankungen ein.

Die radioaktive Testsubstanz wird in eine Armvene gespritzt. Sie verteilt sich über das Blutsystem im Körper und reichert sich entsprechend ihrer Zusammensetzung im Zielorgan an. Die abgegebene Strahlung (Gammastrahlung) hat eine geringe Energie, jedoch eine große Reichweite. So kann sie außerhalb des Körpers mit einem speziellen Gerät (Gammakamera) als Bild oder Bildserie sichtbar gemacht werden.

Die meisten Szintigraphien führen zu einer Strahlenbelastung, die in der Größenordnung der jährlichen natürlichen Strahlenexposition liegt. Da alle nuklearmedizinischen Verfahren mit einer solchen – wenn auch nur geringen – Strahlenbelastung verbunden sind, dürfen sie nur durchgeführt werden, wenn keine Schwangerschaft vorliegt.

123J-MIBG-Szintigraphie

Die 123J-MIBG-Szintigraphie wird zum Nachweis Katecholamin-produzierender Tumore (Phäochromozytom, Neuroblastom) angewendet.

 

Vorbereitung

 

Planung der Untersuchung

Für eine genaue Planung der Untersuchung ist es wichtig, Ihre bisherigen Untersuchungsergebnisse (z.B. vorangegangene Bildgebung, klinische Untersuchungen, OP- oder Entlassungsberichte, Laborwerte, aktuelle Medikamente) zu kennen. Sie können sich mit Ihren Befunden in unserer Praxis vorstellen oder diese mittels Fax oder E-Mail an uns senden.

Mitzubringen sind:

  • ggf. bereits vorhandene Untersuchungsergebnisse (Bildgebung, klinische Untersuchungen, OP- oder Entlassungsberichte, Laborwerte)
  • ein Handtuch

Vor der Untersuchung erhalten Sie ein Medikament (Irenat-Tropfen), damit eine unerwünschte Aufnahme der radioaktiven Substanz in der Schilddrüse verhindert wird.

Durchführung

 

Im Vorfeld der Untersuchung werden Angaben zur medizinischen Vorgeschichte Ihrer Erkrankung und der aktuellen Symptomatik abgefragt. Auch wird durch den Arzt geprüft, ob eine rechtfertigende Indikation für die Untersuchung vorliegt, d.h. ob eine 123J-MIBG-Szintigraphie medizinisch sinnvoll und notwendig ist.

Vor der Untersuchung erhalten Sie ein Medikament (Irenat-Tropfen), damit eine unerwünschte Aufnahme der radioaktiven Substanz in der Schilddrüse verhindert wird.

Anschließend wird das schwach radioaktive Medikament (Radiopharmakon) in eine Vene am Arm gespritzt. Die Aufnahme der Untersuchungsdaten kann erst erfolgen, wenn das Medikament im zu untersuchenden Organ bzw. Körperabschnitt aufgenommen wurde. Die Aufzeichnung der Szintigramme erfolgt nach etwa 40 Minuten und 24 Stunden nach der Injektion.

Für die Untersuchung liegen Sie bequem – meist in Rückenlage – auf dem Untersuchungstisch. Das Aufnahmesystem (Gammakamera) bewegt sich langsam über Ihren Körper hinweg, berührt Sie dabei jedoch nicht. In Abhängigkeit von der medizinischen Fragestellung erfolgen Aufnahmen zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Bitte folgen Sie den Anweisungen genau, da diese für die Bildqualität von großer Bedeutung sind.

Meist können Sie unsere Praxis bereits nach der Untersuchung wieder verlassen.

Ein detaillierter Bericht mit den Untersuchungsergebnissen wird Ihrem überweisenden Arzt zugestellt. Dieser erreicht Ihren Arzt meist innerhalb von einer Woche, bei medizinischer Notwendigkeit auch kurzfristig am selben oder darauf folgenden Tag.