Skelettszintigraphie

Verfahren

 

MTRA überwacht den Ablauf einer Szintigraphie

Überwachung der Szintigraphie durch MTRA

Nuklearmedizin allgemein

Bei nuklearmedizinischen Untersuchungen (Szintigraphien) setzt man schwach radioaktiv markierte Medikamente (Radiopharmaka) zur Diagnostik von Erkrankungen ein.

Die radioaktive Testsubstanz wird in eine Armvene gespritzt. Sie verteilt sich über das Blutsystem im Körper und reichert sich entsprechend ihrer Zusammensetzung im Zielorgan (Skelettsystem) an. Die abgegebene Strahlung (Gammastrahlung) hat eine geringe Energie, jedoch eine große Reichweite. So kann sie außerhalb des Körpers mit einem speziellen Gerät (Gammakamera) als Bild oder Bildserie sichtbar gemacht werden.

Die meisten Szintigraphien führen zu einer Strahlenbelastung, die in der Größenordnung der jährlichen natürlichen Strahlenexposition liegt. Da alle nuklearmedizinischen Verfahren mit einer solchen – wenn auch nur geringen – Strahlenbelastung verbunden sind, dürfen sie nur durchgeführt werden, wenn keine Schwangerschaft vorliegt.

Skelettszintigraphie

Die Skelettszintigraphie (Knochenszintigraphie) dient der Beurteilung des Knochenstoffwechsels, der bei vielfältigen gut- oder bösartigen Erkrankungen verändert ist.

 

Vorbereitung

 

Mitzubringen sind:

  • ggf. bereits vorhandene Untersuchungsergebnisse (Bildgebung, klinische Untersuchungen, OP- oder Entlassungsberichte, Laborwerte)
  • ein Handtuch
  • 1 Liter zu trinken – dadurch verringert sich die Strahlenbelastung, da das Medikament schneller aus dem Körper ausgeschieden wird, außerdem wird die Bildqualität des Szintigramms verbessert

Durchführung

 

Im Vorfeld der Untersuchung werden Angaben zur medizinischen Vorgeschichte Ihrer Erkrankung und der aktuellen Symptomatik abgefragt. Auch wird durch den Arzt geprüft, ob eine rechtfertigende Indikation für die Untersuchung vorliegt, d.h. ob eine Skelettszintigraphie medizinisch sinnvoll und notwendig ist.

Das schwach radioaktive Medikament (Radiopharmakon) wird in eine Vene am Arm gespritzt. Die Aufnahme der Untersuchungsdaten kann erst erfolgen, wenn sich das Medikament im Skelettsystem angereichert hat. Dies dauert etwa zwei bis drei Stunden. Während dieser Zeit können Sie unsere Praxis auch verlassen.

Für die Untersuchung liegen Sie bequem – meist in Rückenlage – auf dem Untersuchungstisch. Das Aufnahmesystem (Gammakamera) bewegt sich langsam über Ihren Körper hinweg, berührt Sie dabei jedoch nicht. In Abhängigkeit von der medizinischen Fragestellung erfolgen Aufnahmen zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Bitte folgen Sie den Anweisungen genau, da diese für die Bildqualität von großer Bedeutung sind.

Die Aufnahmezeit beträgt etwa 30 Minuten. Meist können Sie unsere Praxis bereits nach der Untersuchung wieder verlassen.

Ein detaillierter Bericht mit den Untersuchungsergebnissen wird Ihrem überweisenden Arzt zugestellt. Dieser erreicht Ihren Arzt meist innerhalb von einer Woche, bei medizinischer Notwendigkeit auch kurzfristig am selben oder darauf folgenden Tag.